Bauen und Wohnen Wie kündige ich einen Mietvertrag?

Eine Wohnung mieten hat viele Vorteile, aber immer wieder kommt es vor, dass es Streit oder einfach nur Probleme gibt. In so einem Fall muss man kündigen. Es kommt auch vor, dass einem der Vermieter kündigt. Für solche Fälle sollte man wissen wie man die Kündigung eines Mietvertrags vornimmt. Es gibt zwei Fälle, je nach dem wer kündigt, der Vermieter oder der Mieter.

Wenn der Mieter kündigen will muss er folgendes beachten: der einfachste Fall ist der , in dem der Mietvertrag unbefristet ist. Indem Fall darf der Mieter grundlos kündigen und die Kündigungsfrist liegt bei drei Monaten. Wenn jedoch eine kürzere Frist in dem Mietvertrag festgelegt wurde, dann gilt diese. Wenn der Mietvertrag jedoch auf eine bestimmte Zeit gemacht wurde, dann darf der Mieter nicht einfach so kündigen und muss weiter Miete zahlen bis die Frist vorbei ist.

Sonderfälle sind wenn der Vermieter eine Modernisierung vornimmt, oder wenn er die Miete erhöht. Möglich ist es auch zu kündigen, selbst wenn man einen Zeitmietvertrag hat, wenn man als Beamter, Soldat oder Geistlicher versetzt wird. Wenn der Mieter stirbt, dürfen seine Wohnpartner so wie seine Angehörigen den Mietvertrag kündigen. Ein weitere Sonderfall ist es, wenn der Vermieter sich weigert dem Mieter das Recht zu geben weiter zu vermieten.

Eine letzte Möglichkeit ist es einen Nachmieter zu stellen. Dies ist aber nur möglich wenn diese Klausel im Mietvertrag festgehalten wurde. Aussnahmen gelten wenn dem Mieter nicht mehr zumutbar ist in der vermieteten Wohnung zu leben. Die Kündigung muss in jedem Fall schriftlich gemacht werden (kein Fax, oder Email) und an alle Vermieter gelangen und auch von allen Mietern unterschrieben sein.

Für den Vermieter ist es viel schwerer zu kündigen. Bei Vermietern gilt die Frist von drei Monaten nur bei einer Wohndauer von unter fünf Jahren. Bei mehr als fünf Jahren Wohndauer gelten 6 Monate Kündigungsfrist und bei mehr als acht Jahren neun Monate. Wenn der Mieter sich weigert auszuziehen, darf der Vermieter ihn nicht einfach so rasuwerfen, sondern er braucht einen Räumungsbeschluss eines Gerichts. Beim Gericht werden die Rechte des Mieters berücksichtigt und das Interesse des Vermieters und des Mieters wird verglichen. Selbst wenn er ausziehen muss, kann er die Frist für das Ausziehen in die Länge ziehen. Dies gilt aber nur für die Wohnraummieter, Gewerbe haben viel weniger Rechte.

Es ist auch möglich in dem Vertrag auf das Kündigungsrecht des Mieters zu verzichten, aber nur für zwei Jahre. Dies muss von beiden Seiten eingewilligt werden. Wenn sie Probleme haben und keine Lösung finden, wenden sie sich an Mietvereine oder an einen Anwalt. Besondere Rechte gelten für Personen die ein Sozialfall sind. Allgemein hat der Mieter mehr Rechte als der Vermieter, und sein Interesse hat Priorität.

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