Wirtschaft und Finanzen Inflation, was ist das?

Die Finanzkrise wird vieles Negatives bringen, und die schädlichen Effekte werden vor allem für den Verbraucher zu spüren sein. Wir werden das Wort Inflation nun auch immer öfter hören. Der Verbraucher muss wissen, was das ist und wie man damit umgeht.

Inflation ist meist als Geldentwertung bekannt. Konkret bedeutet dies, dass man für die selbe Summe Geld weniger bekommt, also dass sich das Umtauschverhältniss zwischen Ware und Geld verändert. Für Inflation ist eine überschiessende Geldmenge eine Voraussetzung.

Es ist wichtig Inflation von anderen Phänomenen zu unterscheiden. So gibt es einen grossen Unterschied zwischen Inflation und dem Anstieg des Preises für ein Gut, zum Beispiel während einer Ölkrise. In diesem Fall handelt es sich nur um ein einziges Gut, und das allgemeine Preissniveau bleibt unverändert. Wenn es jedoch nötig wird Geld nachzudrucken, dann kann sich das zur Inflation entwickeln.

Die gefühlte Inflation unterscheidet sich von der amtlichen Inflation dadurch, dass die gefühlte Inflation das ist was der Mensch im Alltag merkt, während die amtliche Inflation sich auf eine Mittelangabe bezieht. In diese Mittelangabe werden auch Daten über teure Güter miteinbezogen, so dass sie etwas von dem was der Verbraucher merkt abweichen.

Durch die Ursache der Inflation, lässt sich diese in zwei Arten von Inflation unterscheiden. Die Nachfrageseitige, Inflation entsteht dadurch, dass die Nachfrage für verschiedene Güter so sehr steigt, dass man mit der Produktion nicht nachkommt und man die Preise anhebt. Wenn viele Güter in dieser Lage sind, dann muss mehr Geld gedruckt werden und die Inflation tritt auf. Angebotsseitige Inflation entsteht wenn die Kosten der Produktion sehr stark ansteigen und die Preise bei vielen Gütern angehoben werden. Wenn diese Güter nun Käufer finden, dann muss Geld nach gedruckt werden, so dass wieder Inflation auftritt. Die Steigerung der Kosten kann aus verschiedenen Gründen stadtfinden. In dem Fall der jetzigen Krise, sind es die teuren Finanzierungen die durch die Bankenkrise verursacht wurden.

Die Folge von schwerer Inflation (also höher als 5% in einem Jahr) ist, dass Geld seinen Tauschwert verliert und somit weniger benutzt wird. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zum Beispiel Zigaretten als Ersatz benutzt. Es kommt also zu einer Substitution von Geld mit einem sehr gefragten Gut, oder man benutzt eine ausländische Währung so wie im Falle von der Türkei und von Argentinien. Andererseits gehen Unternehmen mit kleiner Rendite Bankrott und Kredite werden nicht mehr vergeben.

Bei Inflation gewinnt der Staat, weil seine Aussenschulden entwertet werden, und diese Strategie wird sogar manchmal eingesetzt. Die Besitzer von Geldvermögen verlieren am meisten, da es durch Inflation weniger wert ist. Auch Besitzer von Wertpapieren verlieren bei Inflation.

Deutschland kannte im 20. Jahrhundert zwei mal eine grosse Inflation: 1923 und zwischen 1939 und 1948. Nach einer Periode mit sehr grosser Inflation gibt es eine Währungsreform, die das Wirtschaftsystem wieder stabilisiert.

Zu Zeiten von grosser Inflation ist es zu empfehlen immer informiert zu sein, und sein Geld nicht in Wertpapiere zu investieren, oder es anzulegen.

Ein privater Kredit ist übrigens nach einer der möglichen Definition von der Inflation oft nicht so betroffen. Nämlich wenn mit dem Begriff privater Kredit ein Kredit zwischen 2 guten Freunden gemeint ist.

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