Familie: Hochbegabung bei Kindern

Alle Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder Präsidenten eines Staates, der Welt oder sogar des Universums werden. Manche geben sich auch mit damit zufrieden, wenn sie Aussenminister werden, oder Diplomaten. Die Kinder müssen intelligent, kreativ, witzig, schön, fleissig usw.

Hochbegabung ist jetzt so sehr in Mode, dass überall nur hochbegabte Kinder gesehen werden. Dann wird darüber nachgedacht was man tun soll, damit das Kind einen Anstoss bekommt um bis an die Spitze der sozialen Pyramide zu klettern. Wenn es geht, bevor es 25 wird.

Das Problem besteht darin, dass so etwas selten einem Kind gut tut. Soziale Positionen, Ämter und Ruhm sind nicht so wichtig für Kinder wie sie für Erwachsene sind. Kinder müssen sich konstant und vor allem natürlich entwickeln. Das Problem besteht nicht darin, dass das Kind zu kompliziertes zum lernen bekommt, sondern dass zu viel Druck auf das Kind ausgeübt wird.

Wenn Eltern sehen, dass ihr Kind gut in der Schule ist, denken sie sofort daran es eine Klasse überspringen zu lassen, oder wenigstens etwas Nachhilfe zu bezahlen,damit es wie ein Schwamm alles aufsaugt, was es aufsaugen kann. Aus zwei Gründen ist diese Denkweise schädlich für Kinder.

Erstens ist der Stoff, den ein Kind in der Schule lernt höchst unwichtig im zukünftigen Leben. Im Alter von 25 wird es sich an weniger als 1% des Gelernten erinnern, und das nicht weil es ein schlechtes Gedechtniss hat, sondern weil es ein sehr gutes hat: alles was nicht gebraucht wird, wird vergessen. Ein sehr gesundes Prinzip. Das bedeutet nicht, dass Schule nutzlos ist, sondern dass Kinder in der Schule nicht Kenntnisse ansammeln, sondern Fähigkeiten. Zum Beispiel: planen, Entwicklungen beobachten, einen Plan auszuführen, konstant auf ein Ziel arbeiten, in kurzer Zeit etwas lernen, in langer Zeit etwas lernen, mit anderen Menschen umgehen, lügen, für seine Fehler einstehen, usw. Schule ist eine soziale Situation und deshalb extrem wichtig. Durch den Umgang mit den Mitschülern und Lehrern lernt das Kind in ein der Gesellschaft zu leben, aber es lernt auch viel über sich. Besonders ein Kind das begabt ist, und das sehr gut in der Schule ist, wird ein sehr gutes und gesundes Selbstvertrauen entwickeln.

Kinder die springen, sind meisst nicht mehr die Besten in der neuen Klasse. Sie werden gehänselt und sind immer ein paar Schritte zurück. Dies, kombiniert mit dem Druck der von den Eltern ausgeübt wird, führt leicht zu einem Minderwertigkeitsgefühl, dass einen sein ganzen Leben lang verfolgt. Für Kinder ist es wichtig das zu tun, an was sie glauben und was ihnen Spass macht und in diesem Bereich gute Ergebnisse zu erziehlen. So lernt das Kind glücklich zu sein, und dass alles an ihm hängt. Das ist das Gesündeste was es gibt.

Der zweite Grund ist, dass die meisten hochbegabten Kinder nicht hochbegabt sind. Hochbegabung ist der Fall nur bei manchen Kindern. Denn wenn es zu viele sind, dann ist es nichts mehr Besonderes. Hochbegabung kann entweder für etwas bestimmtes sein, zum Beispiel Kunst, Musik usw. oder eine allgemeine Hochbegabung durch einen hohen IQ. In den ersten Fällen sollte ein Kind das scheinbar begabt ist, nicht gezwungen werden übertrieben zu Üben, wenn es ihm keinen Spass macht. Ein aussergewähnlicher IQ bedeutet, mehr als 130, und um so mehr, um so aussergewöhnlicher ist es. Doch auch in diesem Fall ist es so, dass das Kind das tun sollte was ihm Spass macht. Weil es seine Hochbegabung sowieso verwenden wird, selbst wenn es sich nicht um Mathe kümmert.

Folglich sollte man sein Kind nie zwingen zu viel zu geben, oder es zu übertrieben Anstrengung überzeugen, denn das geht meistens schief.

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