Ernährung und Gesundheit: Die Ananasdiät

Ananasdiät

Was ist eigentlich die Ananasdiät?

Die Ananasdiät ist eine so genannte Monodiät, auch „Ein-Lebensmittel-Diät“ genannt. Bei Diäten dieser Art wird die komplette Ernährung auf ein einziges Lebensmittel umgestellt, das heißt, es ist nur noch der Konsum dieses Lebensmittels erlaubt. Bei der Ananasdiät ist das natürlich die Ananas.

Sollte man sich für diese Diät entscheiden, würde man über einen längeren Zeitraum nur noch das Fruchtfleisch und den Fruchtsaft von frischen Ananasfrüchten zu sich nehmen.
Hierbei ist absolut relevant, dass man ausschließlich frische Früchte zu sich nimmt, und nicht etwa Ananas aus Konservendosen. Diese sind nämlich oft mit Zucker versetzt und erhöhen damit den Kaloriengehalt pro Kilogramm enorm, wodurch sie natürlich nicht mehr für eine Ananasdiät geeignet sind.

Wie funktioniert die Ananasdiät?


Eine frische Ananasfrucht hat ungefähr 500 bis 600 kcal/kg. Das heißt, dass man während einer Ananasdiät pro Tag ungefähr 2 bis 3 kg der Frucht zu sich nehmen muss, um seinen täglichen Energiebedarf zu decken.

Was spricht für die Ananasdiät?


Es ist wahr, dass die Ananas gesunde Enzyme enthält, die so genannten Bromelaine. Diese haben einen positiven Einfluss auf ihren Stoffwechsel und wirken damit auch positiv auf ihre Fettverbrennung ein.
Dies wird von den Befürwortern der Ananasdiät häufig als wichtiges Argument für diese Form der Diät empfunden.

Was spricht gegen die Ananasdiät?


Generell sollte man jede Art von Monodiät vermeiden. So auch die Ananasdiät. Zwar beinhaltet die Ananas auch einige gesunde Stoffe, Vitamine und Enzyme, aber sie kann nicht eine abwechslungsreiche und differenzierte Ernährung ersetzen. Somit werden früher oder später zwangsläufig Mangelerscheinungen bei ihnen auftreten, denn bestimmte Stoffe stellt eine Ananas einfach nicht in ausreichender Menge bereit.
Auch aus Sicht der Glyx-Diäten ist die Ananasdiät unverträglich, da die Ananas so einen hohen Fruchtzuckeranteil hat.
Auch Erfahrungen sprechen eher gegen die Ananasdiät, da sich schon innerhalb kürzester Zeit ein Frustgefühl bei den Anwendern einstellt und die betroffenen Personen es nicht durchhalten die Ananasdiät vollkommen zu Ende zu bringen.

Funktioniert die Ananasdiät?


Kurzfristig gesehen muss man diese Frage bejahen. In den ersten Tagen werden sie während einer Ananasdiät abnehmen. Dies ist aber hauptsächlich auf die „dünnere“ Ernährung zurückzuführen. Es wird sich zwangsläufig irgendwann bei ihnen ein Bedürfnis nach anderen Nahrungsmitteln einstellen, und spätestens zum Ende der Ananasdiät werden Sie anfangen wieder „normal“ zu essen.
Dann wird sich gerade bei der Ananasdiät der gefürchtete Jojo-Effekt einstellen, und Sie werden das bereits abgelegte Gewicht wieder vollständig zulegen, oder vielleicht sogar noch mehr.

Was sollte man also tun?

Von der Ananasdiät ist nach Zusammenfassung aller Argumente eher abzuraten. Sie sollten lieber ihren gesamten Lebenswandel umstellen und auf das Wunschgewicht ausrichten. Oft genügt es vollkommen, wenn man mehr Sport treibt und auf eine ausgewogene gesunde Ernährung achtet. Die Ananasdiät ist hierfür definitiv kein Ersatz.
Schauen Sie sich also lieber in Ihrer Umgebung nach Bewegungsmöglichkeiten um, treiben Sie zusammen mit Freunden Sport und essen Sie generell Obst und Gemüse, aber auch Vollkornnahrung, Fisch und in begrenzten Mengen Fleisch.
Damit fahren Sie langfristig auf einer sicheren Schiene.

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