Auto und Verkehr : Tipps für den Gebrauchtwagenkauf

Wenn man sich beim Autokauf für einen Gebrauchtwagen entscheidet, hat man den Vorteil, dass man sich viel Geld sparen kann. Andererseits wird es schwieriger, ein gutes Auto zu kaufen, und das Risiko ist grösser als bei einem Neuwagenkauf. Wenn man jedoch ein paar Leitlinien befolgt und ein paar Tipps nutzt, lohnt es sich ein gebrauchtes Fahrzeug zu kaufen.

Bei einem Gebrauchtwagen kann man sich sicher sein, dass bereits so manches repariert wurde. Nun gilt zu erfahren, was genau das war. Erst muss man die Aufrichtigkeit des Verkäufers einschätzen, aber hier kann man leicht in die Irre geführt werden. Deshalb muss man das Auto genau inspektieren. Man kann leicht erkennen, ob das Auto in einem Unfall verwickelt war, in dem man mit einem Magnet die Türen und Kotflügel abtastet. Wenn der Magnet nicht an dem Wagen klebt, dann wurde viel gespachtelt. Zudem ist es wichtig, unter die Schonbezüge zu schauen, um zu sehen, wie die Polster beschaffen sind. Die Bodenbeläge sollte man auch anheben, um zu sehen, wie es darunter aussieht.

Die Reifen müssen ein Profil von mindestens 4mm haben - und bloß nicht das Reserverrad vergessen! Das Lenkrad darf auch nicht mehr als zwei bis drei Finger breit Spiel haben. Die Batterie ist besonders wichtig bei einem Gebrauchtwagen und muss vor einem Autokauf auf jeden Fall überprüft werden: sie darf keine Ausblühungen bei den Polstellen haben. Den Motor auch kalt anlassen, um zu sehen, wie er läuft. Das ist ein wichtiger Test. Die Auspuffanlage kann überprüft werden, in dem man die Schuhsole an das Endrohr presst. Wenn das Auto in Ordnung ist, geht der Motor in nur wenigen Sekunden aus.

Während Sie diese ganzen Tests durchführen, sollten Sie Fragen stellen, um so viel wie möglich über den Gebrauchtwagen zu erfahren. Hier kommt es auf Ihr Geschick an, aber Sie können zum Beispiel fragen, wo der Wagen überall war, was bisher seine grössten Probleme waren, ob es etwas besonderes an dem Auto gibt, usw. Alle Antworten sollten notiert werden und im Vertrag festgehalten werden. Wenn sich der Verkäufer, der das Auto verkaufen möchte, sträubt, dann sollte man sich fragen, ob es womöglich einen bestimmten Grund dafür gibt. Sie können auch einen Mechaniker mitnehmen oder den Wagen direkt zu einem KFZ Betrieb fahren. Hier können sie auch eine Gebrauchtwagengarantie abschliessen. Im Fachhandel bekommen sie bei Gebrauchtwagen auch eine einjährige Gewährleistung. Natürlich sind auch die Preise höher. Wenn sie in 6 Monaten nach dem Autokauf einen Mangel feststellen, können Sie zurück zu dem Händler gehen. Dieser muss ihn reparieren oder einen Preissnachlass geben. In den ersten 6 Monaten müssen Sie auch nicht beweisen, dass es den Mangel bereits vor dem Autokauf gab. Inden darauf folgenden 6 Monaten müssen Sie es allerdings beweisen. Den Unterschied zwischen Verschleiss und Mangel kann aber nur ein Experte vom ADAC o.ä. feststellen.

Allgemein sollten Sie folgendes beim Autokauf nicht vergessen: Gebrauchtwagen können nie perfekt sein und es liegt an Ihnen, diese Mängel festzustellen. Das braucht Geduld und Zeit, aber es lonht sich. Einen schlechten Gebrauchtwagen zu kaufen, bringt sehr viel Stress mit sich. Deshalb befolgen Sie unsere Tipps und informieren Sie sich auch noch über andere Quellen. Fragen Sie auch Ihre Bekannten und Freunde, wo diese Ihren Gebrauchtwagen gekauft haben und ob sie Tipps für Ihren Autokauf haben.

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